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Schlosspark Wiesenburg

Der schlossnahe Parkteil ist der intensiv gestaltete Kernbereich, an den sich der Waldpark anschließt, der bis zu den Bahngleisen der Linie Berlin/Dessau reicht. Das Herzstück des Parks ist das Parterre, das mit seinen Teppichbeeten und kugelförmig geschnittenen Fichten in dieser Qualität und Größe in Ostdeutschland einmalig ist. Im Waldpark findet man einen verwunschenen Mischwald vor, in den immer wieder seltene Gehölze eingestreut sind. Am auffälligsten sind die mächtigen bis zu 300 Jahre alte Eichen und Buchen und die z.T. großen Rhododendrenbestände, die diesem Parkteil seine besondere Note verleihen.
Der Park zeigt alle klassischen Elemente eines typischen Landschaftsparks seiner Zeit. Dazu zählen die vielfältigen Sichtbeziehungen und -achsen, die Teiche, Grotten und die malerisch anmutenden Gehölzkulissen. Typisch für seine Entstehungszeit verwendete der Pflanzen sammelnde Schlossherr seltene Gehölzarten in großer Zahl. Sein besonderes Augenmerk galt dabei, aus gestalterischer wie auch forstlicher Sicht, den Nadelgehölzen. Bekannt ist der Park auch für seinen reichen Rhododendrenbestand.
Der Schlosspark Wiesenburg gilt heute als wichtigstes Gartendenkmal zwischen Potsdam und dem Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Es ist ein bedeutendes Zeugnis der Gartenkunst aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Seit 1982 steht der Park mit einer Fläche von 110 ha unter Denkmalschutz und ist frei zugänglich.