Wiesenburg

Gemeinde

Die Gemeinde Wiesenburg/Mark liegt im Naturpark 'Hoher Fläming'.
Die sogenannte Perle des Flämings erhielt in den letzten Jahren mehrere Auszeichnungen:
2010 'Unser Dorf hat Zukunft' Gold auf Bundesebene
2011 Entente Florale Europe
2012 Europ. Dorferneuerungspreis
Gerade waren 25 Jahre Ortserneuerung zu feiern

Der Ort

Wiesenburg wurde 1161 erstmals urkundlich erwähnt. Die romanische Feldsteinkirche St. Marien
stammt aus dem 13. Jahrhundert. Auch in den umliegenden Dörfern sind sehenswerte
Feldsteinkirchen. Im historischen Ortskern befindet sich das Schloss mit begehbarem Bergfried,
das kleine Museum im Torhaus (auf 3 Ebenen) und der Schlosspark.
Ortsplan

Landschaft und Natur

Der überwiegend bewaldete Landstrich hat ein hügeliges Relief. Tiefe Trockenschluchten
(Rummeln) sowie große Findlinge aus der Eiszeit sind besondere Merkmale.
Auf dem zertifizierten Burgenwanderweg  und dem ebenfalls zertifizierten Internationalen Kunstwanderweg lässt es sich gut wandern.

Wiesenburg im Naturpark Hoher Fläming zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche
Landschaft aus. Häufiger sind Wildtiere zu sehen. Vogelschwärme zeigen beeindruckende Formationen.

Mehrere der 14 Dörfer der Gemeinde Wiesenburg haben eine romanische Feldsteinkirche.
Die Gemeinde liegt zwischen Wäldern und landschaftlich genutzten Flächen. Der Besucher
findet Ruhe und Erholung in gesunder Natur, historischen Gemäuern und gepflegten Gaststätten.
Zu gegebener Zeit lassen sich Pilze sammeln, Blaubeeren pflücken und dem Wanderer
bieten sich am Weg auch andere Früchte.

Infrastruktur

Wiesenburg hat für seine 1400 Einwohner lokal und die  ca. 4000 Einwohner der gesamten  Gemeinde eine sehr vielfältige Infrastruktur (Ärzte, Zahn-, Tierärzte, Apotheke, Physiotherapie, Kosmetik, Friseure, Supermärkte, Banken, Fleischer, Blumen-, Schuh-, TVhandel u.a.). Es gibt eine Grundschule, Feuerwehr und ein reiches Vereinsleben (für z.B. Osterfeuer, Maibaum, Martinssingen).
Es besteht eine rege Partnerschaft mit der polnischen Partnergemeinde Lwowek.
Flyer Ortsrundgang

Das Schloss

Der Schlossturm (48 m) ist der erste Gruß eines Kleinodes der Bau- und Gartenarchitektur für
die sich nähernden Gäste, ob von der Bahnlinie oder verschiedenen Straßen her.

Schon vor 4000 Jahren war ein Quellgebiet im ansonsten eher trockenen Fläming die Grundlage
für eine Ansiedlung. Erst 1161 wurde sie urkundlich erwähnt. 1456 belehnte der Kurfürst von
Sachsen die Herren Brandt von Lindau mit der Herrschaft Wiesenburg. Dieses Geschlecht stellte,
wenn auch nicht in gerader Linie, bis 1945 die Herren auf Schloss Wiesenburg. 1547 wurde
das Schloss im Schmalkaldischen Krieg niedergebrannt und nach 1550 im Renaissance-Stil
wieder aufgebaut.
Als der Dreißigjährige Krieg 1634 Wiesenburg erreichte, verließen die Bewohner das Schloss.
Es verfiel geraume Zeit. Der Wiederaufbau dauerte bis ins 18. Jahrhundert. Sein heutiges Gesicht,
als repräsentativer Bau mit reich geschmückter Fassade, erhielt das Schloss in den Jahren
1863-1881 unter Curt Friedrich Ernst von Watzdorf.

Nach 1945 wurde das Schloss Eigentum des Landes Brandenburg. Bis 1992 war hier eine
Oberschule mit Internat untergebracht. 1998 erfolgte der Verkauf an einen Privatinvestor.
Die Wohnungen und Büros im Schloss Wiesenburg bieten einen spannungsreichen und
eleganten Kontrast zu den historischen Strukturen des Gebäudes (www.schloss-wiesenburg.de). Besichtigt werden können das reich verzierte Eingangstor, der Innenhof mit historischem Brunnenhäuschen und schön gestaltete Türeinfassungen, teils Sitzportale.

Über die Touristinformation im Torhaus kann man durch museale Bereiche den Schlossturm
ersteigen. Von der Aussichtsgalerie hat der Besucher einen weiten Blick, auch zum Storchennest
überm Marktplatz.
Ein Wahrzeichen des Ortes ist das Männekentor, welches früher den herrschaftlichen Eingang
zum Gutsgelände bildete. Heute verbindet es harmonisch das Rathaus und das Neue Schloss,
Gebäude der Gemeindeverwaltung (mit Bibliothek), vis à vis vom Schloss.

Schlosspark Wiesenburg

Der Wiesenburger Schlosspark, zeitgleich mit dem Umbau des Schlosses im Stil eines englischen Landschaftsgarten angelegt, zählt zu den schönsten im Land. Das 127 ha große Gelände ist für Besucher ständig zugänglich. In dieser gestalteten Landschaft wechseln sich Baumpartien mit Blumenbeeten ab, ergänzt von Teichen und ausgedehnten Wiesen. Naturliebhaber können hier zahlreiche dendrologische Besonderheiten entdecken, darunter geschlossene Bestände der schnellwüchsigen Douglasie, verschiedene Tannen- und Fichtenarten, aber auch Nadelgehölze aus Japan oder China. Fast rund ums Jahr blüht etwas im Park. Nach Frühblühern erfreuen 10.000 Narzissen, später folgen üppige Magnolien, gefolgt von zahlreichen alten Rhododendren, deren Blütenpracht den Weg zum Bahnhof säumt.

Der Park wurde in den vergangenen Jahren in seiner historisch überlieferten Form rekonstruiert und lädt zu Spaziergängen und Veranstaltungen (Parkfest, Konzerte, Theater) ein. Die Schlossfassade spiegelt sich vom 'Prinzessinnenbad' gesehen im Wasser. Zeitweise schießt eine Fontäne hoch. Schwäne und Enten beleben den Park. Im Spätsommer fliegen Starenschwärme in der Thermik beeindruckende Formationen.

Parkführungen: Buchungen unter 033849-30980
Verein zur Förderung und Erhaltung des denkmalgeschützten Landschaftsparkes Wiesenburg e.V., Schlossstr. 1, 14827 Wiesenburg/Mark (www.schlosspark-wiesenburg.de)

Kirche St. Marien z.Zt. geöffnet: Sa/So 10-17 Uhr

Antenne Brandenburg-Radiohörertip 24.3.14